GT-Club Württemberg e.V.
 

Die Stylingstudie Aero GT

Für die IAA 1969 in Frankfurt konnte man nicht mehr darauf hoffen, daß der GT die Massen anziehen würde wie 1965. Zudem würde VW und Porsche ihren 914 mit herrausnehmbaren Dachteil vorstellen. Deshalb sollte etwas
neues auf dem Opel Stand zu sehen sein. Opel (unter der Leitung von Charles M. Jordan) präsentierte den Opel CD mit V8 auf der Basis des Diplomat (Länge 457cm, Breite 183cm, Höhe 110cm) und den Aero GT.

Ausgehend von Skizzen und Projekten aus dem Jahre 1966 wird der Prototyp in Italien bei Fissore
(roter Aero) angefertigt. Ein GT 1900 wird nach Savigliano geschickt, wo die Spezialisten sofort
mit dem einziehen eines Rahmens unterhalb des Bodens beginnen sowie die Dach- und Heckpartie
großzügig vom Wagen trennen. Der Wagen erhielt
eine steil stehende, elektrisch versenkbare Heckscheibe, breitere Felgen aus Stahl, einen Tankdeckel mit Schnellverschluß, ein Heckabschlußblech in mattschwarz sowie die seitlichen schwarzen Zierstreifen, welche später auch auf dem GT/J zu finden waren.

Aufgrund verschiedener zeitgleicher Präsentationsterminen ließ man einen zweiten Aero GT fertigen (blauer Aero). Diesmal jedoch bei Giovanni Michelotti, da man bei Fissore mit den Bauausführungen nicht ganz zufrieden war. Wohl aus Kostengründen entschied man sich jedoch, diesen Wagen nicht zu bauen (snüf). Neue Presswerkzeuge, anderer Rahmen und viele Details, wie z.B. die versenkbare Heckscheibe, hätten diesen Wagen zu teuer werden lassen.

Beide Einzelstücke wurden später innerhalb des Werkes verkauft und auch zugelassen. Sie existieren heute noch.

Heute gibt es zahlreiche Bausätze mit deren Hilfe zumindest ein Targa entsteht. Zwar nicht ganz original (Heckpartie), aber sie stellen eine Alternative für Frischluftfans dar. Auch Komplettumbauten zum Cabrio sind inzwischen erhältlich. Jedoch zerstören diese (meine Meinung!) ein wenig die elegante Linienführung des GT.